
"Emailgeschirr - Küchenrevolution in der Gründerzeit" unter diesem Motto steht die diesjährige Sonderausstellung des Stiftlandmuseums Waldsassen, die bis 06. Januar 2011 zu sehen ist.
Der Ausdruck "Revolution" ist dabei nicht übertrieben, denn mit der Erfindung und massenhaften Herstellung von emailliertem Stahlblechgeschirr in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderten sich das Aussehen und die Kochkultur in den Küchen unserer Vorfahren ganz erheblich!
Statt brauner, grauer und schwarzer Kochgeschirre, die sich oft nur schwer reinigen ließen, kamen nun hochwiderstandsfähige, pflegeleichte Koch-, Brat-Back- und Speisegeschirre in schönen, leuchtenden Farben auf den Markt. Besonders bekannt und geschätzt war dabei das außen "blau" emaillierte Geschirr der Firma "Gebrüder Baumann – Amberg". Außerdem wurden durch die Emailfabriken völlig neuartige Geschirre entwickelt, produziert und angeboten. Durch solche speziellen Kochgeschirre entstand in den bürgerlichen Haushalten um 1870/ 1880 eine neue Koch- und Küchenkultur!
Die Schönheit und Vielfalt der Emailgeschirre zu zeigen, ist das Ziel der neuen Sonderausstellung im Stiftlandmuseum. Dazu können Sie auch eine entsprechende Begleitbroschüre im Museum oder in der Tourist-Info erwerben.
Bei den ausgestellten Exponaten handelt es sich vorwiegend um Leihgaben aus der Sammlung von Pfarrer Klaus Haussmann, Friedenfels.
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Ergänzend finden Sie vom 18. Mai bis 6. Januar im Aufgang des Museums Werke des Berliner Malers Professor Hans Stübner (1900 - 1973), der in zwölf Bildern Waldsassner Motive auf die Leinwand gebracht hat:
Professor Hans Stübner – geboren am 21. August 1900 in
Berlin-Friedrichhain; verstorben am 16. Dezember 1973 –
war ein deutscher Maler und bildender Künstler.
Als Schüler verdiente er sich sein erstes Geld in den Kunstwerkstätten Lindhorst und begann mit ersten eigenen Entwürfen für Bildwandteppiche. Im November 1919 wurde er in die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin aufgenommen und studierte bei Professor Spiegel. 1929 war er Meisterschüler an der Preußischen Akademie der Künste bei Professor Kampf und Pfannenschmid.
Bei Kriegsende im April 1945 zog Hans Stübner mit seiner Familie von Münster nach Waldsassen, wo er bis Ende 1950 lebte und wirkte. Anfangs wohnte er im Hause Kirchplatz 8 und ab Sommer 1950 im Hause Adalbert-Stifter-Straße 17. In Waldsassen haben sich daher noch etliche Werke von Stübner erhalten. In der damaligen Notzeit waren die Bilder sehr gefragt. So malte der Künstler, um für sich und seine Familie die nötigen Lebensmittel besorgen zu können.
Ende Dezember 1950 zog Stübner nach Berlin-Charlottenburg.
1950 erfolgte seine Berufung als Dozent für Freies Malen und Bildwandteppiche an die Staatliche Werkkunstschule in Berlin
(heute Universität der Künste, Berlin), wo er bis zu seiner Pensionierung 1966 tätig war. Sodann lebte er bis zu seinem
Tod 1973 als freier Maler in Berlin. Werke von ihm befinden sich ua. in der Berlinischen Galerie, im Berlin-Museum, im Lehmbruck-Museum in Duisburg, im Museum der Stadt Nordhausen, in der Städtischen Schlossgalerie Oberhausen, im Kunstgeschichtlichen Museum in Osnabrück und im Stiftlandmuseum Waldsassen.
Sein umfangreicher Nachlass wird von der Schulz-Stübner-Stiftung „Ein Leben mit Bildern“ in Grevenbroich betreut.
Die gegenwärtige Ausstellung verbinden wir mit dem 110-jährigen Geburtstag des Künstlers und mit dem Ereignis, dass er vor 60 Jahren Waldsassen verlassen hat.
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Die Umweltstation Waldsassen präsentiert in Kooperation mit der Otnant Gesellschaft im Museum eine Ausstellung , die den Landschaftlichen Wandel von der Steinzeit bis heute betrachtet. Grundlage der Recherche war das Thema „Energie“, da durch die Nutzung unterschiedlichster Energieformen seit der Steinzeit sich das Landschaftsbild bis heute ständig verändert hat. Naturraum wurde letzt endlich zu einem Kulturraum. Neben anschaulichen Darstellungen und Karten sowie Urkunden werden auch Fundstücke aus der Region seit der Steinzeit bis ins Hohe Mittelalter dargestellt. Die genaue Beschreibung der Ausstellung können Sie
hier downloaden!
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 - 12 und von 13 - 16 Uhr geöffnet (Heiligabend und Silvester geschlossen). Entdecken Sie auch die vielen anderen Abteilungen!
Vom 7. Januar bis Mitte März 2011 ist im Museum Winterpause, interessierte Besucher ab 5 Personen können sich nach Voranmeldung unter der Tel. 09632/88120 gerne im Stiftlandmuseum umsehen.