Die Geschichte des Rathauses

Der erste Bau geht zurück auf das Jahr 1575 und die Zeit der Pfälzischen Herrschaft. Das sogenannte Neubäu diente später aus Pferdestall und wurde 1614 den Gebrüdern Geisl für die Tuchmacherei überlassen. Am 23. Oktober 1619 empfing hier der Winterkönig Friedrich V. auf der Reise zu seiner Krönung zum böhmischen König die Landesstände. 1670 brannte diese Gebäude nieder. Später entstanden hier das Reuthhaus und das Kutschhaus mit den Hausnummern 13 und 14, die 1868 in Klosterbesitz übergingen. Das Kloster tauschte diese Häuser beim Staat mit einem Klosterflügel, der in Staatsbesitz war, ein und nun zog die Volksschule für Knaben ein.1905 erfolgte der rechte Anbau (siehe Bild). 1934 zog die Knabenschule in die heutige Grundschule und die Mädchenvolksschule wurde hier eingerichtet. 1970 wurde die Hauptschule in der Eichendorffstraße eingeweiht. So wurde der Platz frei für das neue Rathaus, das für 650.000 DM umgebaut und am 12. Mai 1973 vom amtierenden Bürgermeister Franz Fischer eingeweiht wurde. 

Sanierung, Umbau und Erweiterung 2017 - 2019

Nach knapp 50 Jahren stand nun eine Generalsanierung an. Das Büro Brückner & Brückner Architekten aus Tirschenreuth ließ ein offenes und klar strukturiertes Haus für die Bürger entstehen, dass Menschen anzieht und Identität stiftet. Die schlanken Granitstützen und die gläserne Fassade erlauben Einblicke in das Foyer, machen neugierig, stiften Beziehungen zwischen der Stadt und dem Rathaus. Ein großer Screen schafft einen multifunktionalen Marktplatz. Das Haus ist gestaltet mit offenen Türen, keinen Schwellen und Zonen des Übergangs. Im Sitzungssaal erinnern holzverkleidete Wande an Vorhänge, durchflutet von natürlichem und künstlichem Licht. Im ältesten Teil des restaurierten, historischen Daches befindet sich das Trauzimmer mit Blick auf Basilika, Kloster und Stadt. Die warme, hölzerne Materialität im Innern ist eine Reminiszenz an die Ausstattung der Jahrhundertwende: steinerne und hölzerne Böden, weiß gekalkte Wände, nach historischem Vorbild gebaute fenster mit mundgeblasenen Isoliergläsern der  Waldsassner Glashütte Lamberts. Man geht neue Wege, spürt jedoch die Geschichte. Der Dialog der Jahrhundert setzt sich fort .... (Quelle: Neue Wege. Bückner & Brückner)

Die Einweihung wurde im Mai 2019 gefeiert.

 

 

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